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IOT boomt mit Wi-SUN

Aktualisiert: 3. Nov. 2021

Im Internet der Dinge (IoT) ist die Kommunikationstechnologie von entscheidender Bedeutung. Mit Wi-SUN bringt UPC einen völlig neuen Ansatz in die Schweiz: Sicherer, schneller und effizienter.


In Kopenhagen genießen Fahrradfahrer nachts ein besonderes Sicherheitsplus: einen „Lichttunnel“, der die Straße vor dem Radler hell erleuchtet und hinter ihm wieder abdunkelt, um Energie zu sparen. Damit sich die Straßenlaternen untereinander koordinieren können, sind sie per Funk direkt miteinander verbunden – über eine Technologie namens Wireless Smart Ubiquitous Network. Wi-SUN oder auch Wireless Smart Utility Network genannt ist die ideale Basis für das Internet der Dinge, die Vernetzung von Straßenlaternen, intelligenten Stromzählern, Fahrzeugen, Sensoren und vielem mehr.


IoT boomt

Das Internet der Dinge (IoT) entwickelt sich rasant. Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet mit Wachstumsraten von über 30 Prozent pro Jahr, 2020 sollen weltweit über 20 Milliarden „Dinge“ vernetzt sein. Wi-SUN ist dabei ein wichtiger Treiber. Denn die Technologie hat gegenüber konkurrierenden Konzepten etliche Vorteile. Herkömmliche Funkdienste sind sternförmig organisiert und die Endgeräte kommunizieren mit einem zentralen Access-Point. Beispiele sind Mobilfunk oder WLAN, aber auch LoRaWAN und NB-IoT, zwei Funktechnologien, die eigens für das Internet der Dinge entwickelt wurden. Sternförmige Netze sind aufwendig zu konfigurieren und störanfällig. Fährt zum Beispiel ein LKW vor den Access-Point, kann die Verbindung abbrechen.


Maschen statt Stern

Wi-SUN ist anders, nämlich als Mesh (Gitter, Maschennetz) organisiert. Hier kommunizieren die Endgeräte auch untereinander, die Daten werden von einem Endgerät zum anderen weitergereicht – bis zu 16-mal – bevor sie im Access-Point eingesammelt werden. Mit diesem Daten-Hopping lassen sich Distanzen bis zu zehn Kilometer überbrücken. Neue Endgeräte melden sich automatisch an, fällt eine Verbindung aus, sucht sich das Mesh automatisch eine Umleitung über einen anderen Pfad.

Wi-SUN hat also bei der Vernetzung von intelligenten Stromzählern oder Verkehrsleittechnik überzeugende Vorteile gegenüber anderen Konzepten. Weltweit arbeiten deshalb bereits rund 90 Millionen Endgeräte damit, in manchen Städten über eine Million in einem Netzwerk. London hat erst kürzlich 28‘000 Straßenleuchten damit verbunden. Trotzdem hat Wi-SUN den Durchbruch in der Schweiz noch nicht geschafft, selbst viele IT-Experten können mit dem Begriff bisher wenig anfangen. Das hat damit zu tun, dass viele Stromanbieter oder Städte seit einigen Jahren in Infrastrukturen für das Internet der Dinge investieren, dabei aber auf andere Übertragungstechnologien gesetzt haben. Naheliegend etwa bei Stromnetzen ist Powerline, also die Übertragung der Zählerdaten über die Stromleitung. Auch die Mobilfunk-Netzbetreiber haben sich einen Teil des Kuchens gesichert. Diese Investitionen nun wieder zugunsten einer neuen Technologie aufzugeben, fällt den Unternehmen schwer.

Pilotprojekt Smart Metering „Wi-SUN kommt spät, aber nicht zu spät“, versichert Stephan Ging, IoT Experte und Director Solution Business bei UPC. Das Interesse der Kunden sei da, das Knowhow aber noch nicht. Das möchte Ging nun gemeinsam mit dem Partner Elektron, dem führenden Schweizer Anbieter für Lösungen zu Smart City und IoT, zu den Kunden bringen. „Wir sind überzeugt, dass Wi-SUN die perfekte Ergänzung zur leistungsstarken Breitbandinfrastruktur von UPC ist“, sagt auch Enrico Baumann, Geschäftsführer von Elektron. Ziel der Partner ist, mit Städten und Energieversorgern Pilotprojekte durchzuführen.


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