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Webseite oder Blog: Die richtige Wahl für Ihr KMU

Aktualisiert: 3. Nov. 2021

Jedes Unternehmen muss online präsent sein. Aber was ist besser: eine statische Webseite oder ein Blog? Oder beides? Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten und Werkzeuge es gibt. Und wie Sie über Google besser gefunden werden.

Quelle: Sunrise UPC GmbH - Screenshot


Stellen Sie sich diese Situation vor: Sie suchen einen neuen Zahnarzt oder wollen mal ein anderes Restaurant ausprobieren – wie gehen Sie vor? Ziemlich sicher werden Sie mit Google danach suchen und kurz auf der Webseite vorbeischauen. Potenzielle Kunden Ihres Unternehmens machen das genauso. Auch sie erwarten, dass sie relevante Informationen über Ihr Unternehmen finden. Eine Webseite ist also Pflicht. Oder ein Blog. Das hängt davon ab, was sie erreichen wollen. Wollen Sie nur Infos vermitteln, zum Beispiel über Ihre Produkte oder Kontaktdaten, reicht eine statische Webseite. Blogs dagegen sind eine Art Online-Tagebuch für persönliche Erlebnisse und Meinungen – interessant etwa für Unternehmen im Kreativbereich.


Dynamische Seiten verbessern das Google-Ranking

Google liebt Seiten, die sich häufig verändern und von anderen Seiten verlinkt werden. Seiten, auf denen sich monate- oder gar jahrelang nichts tut, rutschen im Suchranking ab. Wenn Sie über die Webpräsenz Marketing betreiben möchten, spricht vieles für einen Blog. Marketer, die einen Blog betreiben, erzielen zwei Drittel mehr Kundenanfragen.


Homepage-Baukasten: Ein günstiger Start

Seien Sie realistisch: Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen am Anfang stehen, Sie wenig Erfahrung und Zeit für die Pflege einer Webseite haben, ist eine simple Web-Visitenkarte ein guter Start. Bei vielen Internet-Anbietern bekommen Kunden zu ihrem Online-Zugang für wenig Geld einen Web-Baukasten, mit dem man sich mit ein paar Klicks eine einfache Webseite zusammenbauen kann. Fehlen Zeit und Erfahrung vollständig, dann lohnt sich womöglich die Zusammenarbeit mit einem Profi: Web-Agenturen erstellen für Sie nicht nur eine passende Webseite, sondern unterstützen Sie auch bei der eigenen digitalen Vermarktung und bei der Entwicklung einer ausgefeilten SEO-Strategie.

Im Gegensatz zur einfachen Web-Visitenkarte ist die Bewirtschaftung eines Blogs aufwendiger und wird von Unternehmen oft unterschätzt: Nur, wer wirklich Zeit hat, den Firmenblog regelmässig mit neuen, interessanten Inhalten zu füttern, bleibt für bestehende wie auch neue Besucher interessant. Nichts ist dagegen peinlicher und vor allem schädlicher fürs Geschäft als ein Blog, in dem der „aktuellste“ Beitrag zwei Jahre alt ist.


Webseite oder Blog? Webseite und Blog!

Statt für ein Entweder-oder spricht einiges für ein Sowohl-als-auch. Soll heissen: Idealerweise betreiben Sie beides: Webseite und Blog. Um sich Arbeit zu ersparen, empfiehlt sich ein Content Management System (CMS), das beides kann. Das erklärt den grossen Erfolg von WordPress, mit dem heute fast 60 Prozent aller Webseiten erstellt werden. Ursprünglich als kostenlose Software zum Bloggen gestartet, lassen sich heute damit auch ansehnliche Webseiten erstellen. Der Blog ist dann einfach integriert als Link in der Seitennavigation. Das hat den Vorteil, dass Interessenten unter einer Adresse sowohl allgemeine Informationen zum Unternehmen finden als auch aktuelle und persönliche News und Kommentare – ideal zum Auffinden über Google. Ein Vorteil von WordPress ist, dass die meisten Designvorlagen responsive sind, sich das Layout also automatisch an die Bildschirmgrösse des Endgeräts anpasst. Denn heute gilt das Prinzip mobile first – die meisten Nutzer rufen Webseiten über das Smartphone auf.

Wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Auch wenn es ein riesiges Angebot sehr gelungener WordPress-Templates gibt, können diese Seiten ihre Blog-Herkunft doch nicht ganz verleugnen. Wächst das Unternehmen und steigen die Ansprüche an die Professionalität und Funktionalität der Seiten, sollten Sie ein „richtiges“ CMS wie das kostenlose Typo-3 in Betracht ziehen, für das auch viele Webentwickler Seiten und – dank entsprechender Extension – Blogs erstellen. Die Auswahl ist riesig: Es gibt mehrere hundert solcher CMS-Systeme.


Und Facebook?

Soziale Medien boomen. Doch viele ziehen sich wieder daraus zurück, weil der Erfolg der eigenen Facebook-Präsenz gering ist und nicht die Personen anzieht, die man als Kunden haben möchte. Oftmals sind aber auch die Ansprüche an Social Media zu gross; denn Facebook eignet sich nach wie vor gut, um Awareness-Kampagnen auszuspielen, mit denen die eigene Marke aufgebaut und bewusst auf das eigene Produkt- und Dienstleistungsangebot hingewiesen werden kann.

Alle ein oder zwei Jahre zieht die Karawane weiter, zuletzt zu Instagram – wo Awareness-Kampagnen ebenfalls gut umsetzbar sind. Deshalb gilt: Wenn Sie mit Facebook und Co. völlig fremdeln und bloss auf qualitative Leads aus sind, dann sparen Sie sich die Zeit. Wenn Sie allerdings als KMU eine besondere Dienstleistung anbieten, zum Beispiel im Kreativbereich, kann es sinnvoll sein, sich auf soziale Medien zu stützen. Facebook und Instagram bieten mit Brand Lift sogar ein eigenes Tool an, mit dem sich Markenbekanntheit, Erfolg und Werbeerinnerung messen lassen. Egal, ob Sie sich letztlich für oder gegen Facebook und Instagram entscheiden: Eine zumindest einfache Webseite brauchen Sie aber dennoch, das setzen Kunden heute voraus und danach suchen sie auch mit Google.


So finden Kunden Ihre Webseite mit Google – die 5 besten Tipps

  • Verlinken Sie auf andere Webseiten und versuchen Sie durch interessante und aktuelle Inhalte auch für Links von anderen Seiten interessant zu sein.

  • Texten Sie eine kreative und treffende Metabeschreibung. Das ist der kurze Text, den Google unter dem Link in der Liste mit den Suchergebnissen zeigt. Einen kostenlosen SEO-Check von Page Title und Meta Description liefert beispielsweise seoreviewtools.

  • Sie möchten, dass Ihre Webseite bei bestimmten Suchbegriffen immer oben steht? Das erreichen Sie mit einer Adwords-Kampagne. Die bietet viele Möglichkeiten, die Präferenzen der Kundschaft kennenzulernen und Marketingkampagnen zu justieren.

  • Nutzen Sie URLs mit durchgängig verständlichen Pfadnamen, also www.meinefirma.ch/mein-angebot anstatt www.meinefirma.ch/362440.

  • Kontrollieren Sie regelmässig den Erfolg Ihrer Webseite, etwa mit Google-Analytics.

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